Kapitel 1
Beachtet bitte, dass es sich hier um eine Rohfassung handelt. Um meinen Lesern eine schnellere Fortsetzung bieten zu können, verzeiht bitte falsche Zeichensetzung oder Rechtschreibfehler. Ich bedanke mich im Voraus für euer Verständnis. :-)
Damit ihr nachvollziehen könnt, zu wann neue Kapitel erfasst werden, schaut hin und wieder gerne auf meiner Pinnwand vorbei.
Serenity verlor ihre Mutter vor wenigen Monaten, bevor Ihr Vater sich für eine andere Stadt entschied, sie mitnahm und sich in einen schlagenden Trunkenbold verwandelte. Sie plant bereits die Flucht, als ihr in Dunkelheit getränktes Leben eine unerwartete lichtdurchflutete Wendung nimmt.
Serenity
Meine Mutter starb vor einigen Monaten an Brustkrebs, wonach sich meine Leben für immer änderte.
Mein Vater packte kurz danach unsere Sachen und wir zogen in eine andere Stadt.
Ich musste meinen Job, meine Freunde und mein zu Hause zurücklassen.
Doch das war noch nicht alles.
Früher war er der liebste Mensch überhaupt. Er hat sich immer um mich gekümmert und mich seine kleine Prinzessin genannt. Mir und meiner ging er immer selbstlos und liebevoll um. Auch wenn er noch so wütend war, schrie er uns niemals an.
Doch Mein Dad hat sich um 180 Grad verändert.
Er begann zu trinken, war mittlerweile jeden Tag betrunken und war auch noch kurz davor seinen Job zu verlieren. Gleichzeitig schrie er mich unentwegt an und wurde mir gegenüber Gewalttätig.
Er schlug mich tagtäglich ohne jeglichen Grund, dennoch wusste er immer, wie er zuschlagen musste, ohne dass es für andere offensichtlich war.
Wir hatten kaum etwas zu essen.
Ich hatte hier zwar einen Job in einem Restaurant als Kellnerin gefunden, dennoch reichte das Geld hinten und vorne nicht.
Alles, was ich verdiente, musste ich meinem Vater übergeben.
Statt uns davon etwas zu essen zu kaufen, kaufte er fast nur Alkohol.
Tagsüber ging ich zur Schule und danach arbeite ich jeden Tag außer Montags im Restaurant, wobei selbst die Schulzeit für mich eine Qual war.
Immerhin hatten wir grade Sommerferien, weshalb ich mich momentan nur um die Arbeit kümmern musste.
Ich freute mich überhaupt nicht, auf das neue Schuljahr, welches Morgen beginnen sollte, denn meine Mitschüler mieden mich entweder oder verspottenden mich.
Die Sachen, die ich trug, waren abgetragen, waren teilweise kaputt oder zu groß.
Mein Vater hatte nämlich meine sämtlichen Klamotten, welche Marken-Klamotten waren, verkauft, um seine Alkoholsucht zu finanzieren.
Immerhin hatte ich wenigstens mein Trinkgeld behalten können, da ich ihm nie etwas davon erzählt hatte.
Ich sparte fast alles, damit ich hier endlich wegkonnte, zumindest gab ich hin und wieder nur etwas Geld für ein Brot und eine Packung Wurst aus.
Allerdings kaufe ich mir auch nur dann etwas zu Essen, wenn ich kurz davor war vor Hunger ohnmächtig zu werden. Meine Angst von meinem Vater in der Kaufhalle erwischt zu werden, war einfach zu groß.
In zwei Monaten werde ich endlich volljährig, was ich kaum erwarten kann.
Ich hatte mir bereits ein Ticket nach Juan gebucht, das ist eine große Stadt, welche sehr weit von hier, von meinem Vater entfernt ist.
Mein Trinkgeld und das Ticket versteckte ich zwischen meinen Tampons, da ich wusste, dass mein Vater dort niemals suchen würde.
Genau wie jetzt, legte ich mein Trinkgeld in Höhe von 22,50 € hinein.
Danach machte ich mich etwas frisch und zog mir meinen Schlafanzug an, wobei ich mich unweigerlich in meinem Spiegel, der mir gegenüber war, betrachtete.
Mein Anblick erschreckte mich schon lange nicht mehr, auch wenn er mich nicht glücklich machte.
Mein Körper bestand fast nur noch aus Haut und Knochen.
Meine Wangen waren eingefallen, wobei dunkle Augenränder meine Augen zierten.
Immerhin hatte ich wenigstens noch meine honigfarben Augen und meine glatten dunkelbraunen Haare, die mir bis zur Schulter reichten, welche ich von meiner Mutter geerbt hatte.
Allerdings zierten meiner Haut auch Hämatome in verschiedenen Heilungsstadien. Einige waren frisch von gestern, einige ein paar Tage alt und andere waren schon fast verblasst.
Gestern hatte er mich so schlimm verprügelt, dass ich den ganzen Tag über Schmerzen hatte. Jede einzelne Bewegung schmerzte mich ungemein.
Ich fragte mich stets und ständig, womit ich das verdient hatte.
Ja, ich hatte Verständnis für meinen Vater, da auch ich den Tod meiner Mutter noch nicht überwunden hatte, dennoch trank ich nicht oder wurde gewalttätig.
Seufzend legte ich mich ins Bett, wobei ich jede einzelne Bewegung spüren konnte.
Vor Schmerzen zischend zog ich die Decke über mich und schloss die Augen.